Zwischenfall bei Southwest Airlines

Passagierin stirbt nach Triebwerks-Explosion

Auf einem Inlandsflug der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines ist es am Dienstag (17.4.2018) zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Eine Passagierin starb an den Folgen einer Triebwerks-Explosion, die sich während des Fluges von New York nach Dallas ereignete. Die Boeing 737-700 befand sich auf einer Flughöhe von 10.000 Metern, als es einen Knall im linken Triebwerk gab. Metallteile wurden umhergeschlendert und beschädigten den Rumpf und ein Kabinenfenster, es kam zu einem Druckabfall in der Kabine. 

Eine Mutter von zwei Kindern, die am Fenster neben dem beschädigten Triebwerk saß, wurde nach Augenzeugenberichten nach außen gesogen und befand sich dort mehrere Minuten. Nach der Notlandung in Philadelphia konnten Ärzte das Leben der Passagierin nicht mehr retten. Zum ersten Mal seit dem Februar 2009 starb damit ein Fluggast infolge eines technischen Zwischenfalls an Bord einer US-Airline. Sieben weitere Passagiere wurden leicht verletzt, sie mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Starke Piloten-Leistung

Dass der Vorfall nicht noch schlimmere Folgen hatte, ist auch der Cockpit-Crew und Pilotin Tammy Jo Shults zu verdanken. Die ehemalige Kampfpilotin der Navy kontrollierte den schwer beschädigten Jet im Anflug mit einem geringen Landeklappen-Winkel von nur fünf Grad.

In den Sozialen Netzwerken erzielte vor allem ein Facebook-Livevideo eine hohe Reichweite, das ein Fluggast über das bordeigene WLAN von der Notlandung streamte - mit der Atemmaske vor dem Gesicht.

Parallelen zu einem anderen Southwest-Vorfall

Luftfahrt-Experten vom Aviation Herald und der Journalist Jon Ostrower haben unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls an eine Triebwerks-Explosion im August 2016 erinnert. Damals war ebenfalls eine Boeing 737-700 der Southwest Airlines betroffen - mit den CFM56-7B-Triebwerken von General Electric. Der Grund für die Explosion war damals nach Angaben der Ermittler des NTSB Materialermüdung an einer Triebwerksschaufel.

Die ersten Ermittlungen beim aktuellen Zwischenfall deuten ebenfalls auf Materialermüdung hin. Für alle Airlines, deren 737-Jets mit diesem Triebwerk ausgerüstet sind, dürfte dies eine alarmierende Erkenntnis sein.

2018
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planestream 2018/Foto: Reuters

Kommentare

C. Balu, 11.05.2018 16:30
Spannend und informativ. Gibt es einen Link zum Video aus dem Flugzeug?
BenjaminDenes, 11.05.2018 18:18
Das gibt es hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=bzB8z274TGg

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